Authentische Volkstänze der Schweiz

maxresdefaultGanz gleich, ob nun ein Tanz stattfindet oder nicht, Schweizer Volksmusik ist gleichzeitig in erster Linie auch Volkstanz. Außerdem ist es heutzutage nicht mehr einfach zu bestimmen, wo Volksmusik beginnt und wo sie aufhört, da viele Komponenten diese beeinflusst haben. Dennoch kann man sagen, dass Schweizer Volksmusik meist aus der Alphornmusik, dem Ländler und dem Jodeln besteht. Dabei stammen die Volkssänger aus dem Tessin, Chöre aus der Westschweiz und die Liedtexteschreiber aus Bern. Die Volksmusik und die Volkstänze sind demzufolge nicht auf eine Region beschränkt, sondern erstrecken sich über die gesamte Schweiz.

Das am häufigsten zu hörende Musikinstrument ist die „Schwyzerörgeli“ (Akkordeon), die Violine, die Bassgeige, die Klarinette und in bestimmten Regionen, das Scheitholt oder Trümpi (Maultrommel). Das älteste bekannte Lied ist das „Kuhreihen“, mit dem in den Alpen und im Höheren Mitteland die Kühe zum Melken angelockt wurden. Belegt wurde das Kuhreihen erstmals in einem Volkslied von 1531.

Der Ländler

Der Begriff Ländlermusik oder Ländler wird in der Schweiz sowohl als Oberbegriff für die traditionelle ländliche Musik als auch als spezifischer Begriff für den ländlichen Volkstanz verwendet. Der Ländlertanz oder Länder (Landler) wird meist im ¾ Takt, seltener im 2/4 – Takt, mit mäßiger Bewegung und in heiterem Charakter getanzt. Hauptsächlich vertreten war und ist er in der Schweiz, Süddeutschland, Österreich und Slowenien. Es handelt sich dabei um einen Paartanz, der auch in Gruppen getanzt wird. Bis ins 19. Jahrhundert war dieser Volkstanz vielerorts der wichtigste und gebräuchlichste Tanz. Dabei wird er von Gstanzl-Singen, Jodeln, Klatschen und Stampfen begleitet. Zu den zeitgenössischen Bands des 20. Jahrhunderts zählen Peter Zinsli & sini Ländlerfründä (Graubünden), Carlo Brunner, Streichmusik Adler (Familienband aus Urnäsch, Appenzell seit 1884).

Weitere Volkstänze der Schweiz

Zu weiteren traditionellen Volkstänzen der Schweiz zählen: Polka, Schottisch, Mazurka und der Rheinländer.

Der Schottisch leitet sich vom Schottischen Walzer (Ecossaise) ab, und ist ein Vorläufer des vor 1800 in Deutschland verbreiteten „Hopser“. Der Mazurka ist in der Schweiz als „Mistträppeler“ oder „Masollke“ bekannt. Der Rheinländer ähnelt der Polka, und ist mit dem Schottisch und der Bayrisch-Polka verwandt.