Tanzen als Therapie

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Haben Sie schon einmal die Reaktion eines Babys oder eines Kleinkinds gesehen, wenn man Musik einschaltet? Nein? Probieren Sie es einmal aus. Unsere Vorhersage ist, dass die meisten Babys und Kleinkinder rhythmische oder halbwegs rhythmische (bei Babys vielleicht eher ruckige) Bewegungen machen. Sie fangen zu tanzen an. Selbst die ganz Kleinen wissen also bereits, dass man sich durch Bewegungen – in diesem Fall das Tanzen – ausdrücken kann. Tanzen kann wie ein Traum angesehen werden. So lebt man diesen mit seinem Körper und seinen Bewegungen aktiv aus. Man verleiht seiner Seele Flügel und Ausdruck. So kann man positive, aber auch negative Gefühle und Stimmungen umsetzen und realisieren; sich gehen lassen und völlig den Klängen und Rhythmus der Musik hingeben.

In vielen Gruppen zur Früherziehung wird Musik und Tanz bereits gezielt eingesetzt. Neben der körperlichen Balance, kann das Tanzen besonders Kindern und Jugendlichen dabei helfen, ein inneres Gleichgewicht herzustellen oder mentale Kapazitäten zu erhöhen. Tanzen soll uns im Endeffekt entspannen, auch wenn es währenddessen durchaus anstrengend sein kann. Der entspannende Effekt tritt meist im Nachhinein ein. Auch bei anderen Sportarten kann man diesen Effekt feststellen.

danceWarum Tanzen auf Körper und Geist einen so positiven Effekt hat, kann damit erklärt werden, dass das Gehirn auf natürlichem Wege arbeitet. Der Mensch profitiert von jeglicher Art Bewegung. Sport gilt als stressreduzierend und gesund. Da Tanzen – selbst in seiner unanstrengendsten Form – Sport ist, kann damit belegt werden, dass der Puls meist ansteigt und das Blut schneller zirkulieren lässt. Das allein kann schon belebend wirken. Wenn wir dann beim Tanzen noch Musik abspielen, die uns gefällt, steigern wir das Interesse daran uns zu bewegen und auch die Euphorie und den Spaß, den wir beim Tanz empfinden, wird gesteigert. Letztlich tanzen wir im Idealfall nicht alleine. Besonders beim Paartanz, wenn man zu einer anderen Person in direktem Körperkontakt steht, werden positive Gefühle erhöht. Tanzen, egal ob professionell oder im Alleingang, kann also durchaus als Therapie angesehen werden. Versuchen Sie es selbst.